bilderbuch

Schnipsel und der kleine Stern…

ist eine Bilderbuchgeschichte, in der ein kleines Mädchen, das auf einer Vulkaninsel lebt, sich beherzt dem Vorhaben widmet, einem kleinen befreundeten Stern zu helfen. Zusammen mit ihrem Begleitschwein macht sie sich auf den Weg zum großen Vulkan um herauszufinden, wie sie dem kleinen Stern eine Umarmung bringen könnte. Eine Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Mut zum Scheitern.

Mein Studium der Kunstpädagogik und Linguistik führte mich zu einer interdisziplinären Abschlussarbeit im Bereich Visuelle Kultur. Dabei widmete ich mich dem Thema Repräsentation und sogenannten „visual power structures“, die unsere Bildwelten und unsere Wahrnehmung organisieren. Sie wurden in diesem Jahr insbesondere innerhalb der Diskurse rund um #blacklivesmatter deutlich, in denen es ebenfalls um Sichtbarkeit geht und darum wer öffentlich gehört wird und wer nicht.

Es ist bedeutsam, sich in den unvorhersehbaren Fluss einer Erzählung zu begeben, und gleichzeitig darin ein Spiegelmosaik der eigenen Lebensrealität entdecken zu können. Umso wichtiger ist es, dass die Kontexte in den Kinderbuchregalen noch vielfältiger werden, damit alle eine Chance haben, sich darin wiederzufinden.

Um die Repräsentationsthematik innerhalb einer postmigrantischen Gesellschaft zu denken ist eine Einordnung in Zusammenhänge zwischen Kultur, Identität und Macht unerlässlich. Darin verknüpfen sich postkoloniale Fragestellungen mit der Analyse hierarchischer Strukturen. Um Rassismus zu bekämpfen ist es wichtig, dass mehr Menschen sich gesehen und anerkannt fühlen. Die Bildwelten und insbesondere die frühkindlichen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Insofern hat auch ein Bilderbuch eine politische Dimension, aber in der Geschichte geht es einfach um ein Kind, ein Schwein und einen Stern. Denn das reicht natürlich völlig aus für ein Abenteuer mit einer mutigen und am Ende müden Heldin…